Seien wir ehrlich: Getriebe versagen selten plötzlich. Vor einem Totalausfall senden sie normalerweise Warnsignale – wie ein Mensch, der sich krank fühlt. Das Problem ist, dass wir diese Anzeichen in einer lauten Fabrikumgebung oft übersehen.
Hier sind die fünf wichtigsten Warnzeichen, dass Ihr Getriebe um Hilfe schreit. Erkennen Sie sie frühzeitig, dann können Sie vom Reparieren auf das Verhindern von Ausfällen umsteigen. Keine unerwarteten Stillstände mehr.

Ein gesundes Getriebe erzeugt ein gleichmäßiges, sanftes Summen. Wenn sich der Klang verändert, sollten Sie genau hinhören.
•Hohes Quietschen oder Kreischen : Klassisches Anzeichen für Lagerabnutzung oder schwerwiegenden Schmiermangel. Metallisches Mahlen ohne ausreichend Öl schreit förmlich nach Aufmerksamkeit.
•Tiefes, rumpelndes Grollen : Kann bedeuten, dass die Zahnradzähne ausgebrannt oder abgenutzt sind. Die Kraftübertragung ist nicht mehr gleichmäßig.
• Regelmäßiges „Klacken“ oder metallisches Schlagen : Großes Warnsignal! Dies bedeutet oft, dass ein Zahn abgebrochen ist. Teile klappern im Inneren herum. Stoppen Sie die Maschine sofort.
Was zu tun ist : Nehmen Sie sich jeden Tag 30 Sekunden Zeit, um beim Anlassen oder bei Rundgängen einfach hinzuhören. Ein langer Schraubendreher kann helfen – drücken Sie den Griff gegen das Gehäuse und legen Sie Ihr Ohr an das andere Ende. Er wirkt wie ein Stethoskop.
Getriebe werden warm, aber das Gehäuse sollte nur heiß anfühlbar sein, nicht glühend heiß. Wenn es zu heiß ist, um die Hand darauf liegen zu lassen, oder wenn Sie Hitzeflimmern sehen, hat es Fieber.
Warum?
• Schmierstoffprobleme : Ölstand zu niedrig, Öl ist alt oder Sie verwenden den falschen Öltyp.
• Überlastung : Wenn Sie es über seine Grenzen hinaus belasten, entsteht massiver Reibungswiderstand.
•Innerer Schaden : Beschädigte Lager oder schlecht ineinander greifende Zahnräder erzeugen zusätzliche Wärme.
Was zu tun ist : Beschaffen Sie sich ein einfaches Infrarot-Thermometer. Überprüfen Sie regelmäßig die Temperaturen an den Lagerstellen und am Gehäuse. Notieren Sie diese, um zu wissen, was für Ihre Maschine „normal“ ist. Jeder anhaltende Anstieg ist eine Warnung.
Öl ist das Lebenselixier des Getriebes. Undichtigkeiten bedeuten mehr als nur Unordnung; sie führen zum Ausfall.
•Auslaufen im Stillstand : Öl an Dichtungen zeigt an, dass diese alt und rissig sind.
•Auslaufen im Betrieb : Kann auf defekte Dichtungen oder einen verstopften Entlüftungsstutzen zurückzuführen sein, wodurch sich im Inneren Druck aufbaut.
•Überprüfen Sie das Öl selbst : Schauen Sie durch das Sichtglas oder nehmen Sie eine Probe. Ist es schwarz und schmierig? (Zu viel Schmutz.) Milchig weiß? (Wasser ist eingedrungen.) Metallteile sichtbar? Öl sofort wechseln und Ursache ermitteln.
Was zu tun ist : Halten Sie das Gehäuse sauber, damit Lecks leicht zu erkennen sind. Machen Sie Ölprüfungen zu einem festen Bestandteil Ihres Routinewartungsprogramms. Warten Sie nicht, bis das Öl vollständig verschwunden ist.
Ein gewisses Maß an Vibration ist normal. Wenn Sie jedoch starkes Schütteln über die Hand spüren, ist etwas aus dem Gleichgewicht geraten.
Häufige Ursachen:
• Fehlausrichtung : Das Getriebe ist nicht korrekt mit dem Motor oder der angetriebenen Maschine ausgerichtet. Dies ist eine häufige Ursache.
• Lose Schrauben : Fundament- oder Befestigungsschrauben sind nicht festgezogen.
•Innerer Schaden : Abgenutzte Lager, beschädigte Zahnräder oder eine verbogene Welle bringen Komponenten aus dem Gleichgewicht.
Was zu tun ist : Fühlen Sie das Gehäuse im ausgeschalteten Zustand. Berühren Sie dieselbe Stelle dann im Betrieb. Fällt ein deutlicher Unterschied auf? Für eine genauere Prüfung verwenden Sie ein Vibrationsthermometer, um Veränderungen im Zeitverlauf zu verfolgen.
Dieser Hinweis ist offensichtlich, lässt sich aber leicht auf andere Ursachen schieben. Oft ist das Getriebe selbst die Ursache.
Was Sie beobachten werden:
• Die Maschinengeschwindigkeit ist nicht konstant.
• Der Motor verbraucht mehr Strom (Ampere) für dieselbe Aufgabe, da das Getriebe ineffizient arbeitet.
• Die Positionierung wird ungenau oder es kommt zu „Kriechen“.
Was zu tun ist : Überwachen Sie Ihre Prozessdaten. Wenn Sie elektrische und Lastprobleme ausgeschlossen haben, liegt der Leistungsverlust wahrscheinlich an Verschleiß im Inneren des Getriebes.
Das Erkennen von Anzeichen ist der erste Schritt. Entscheidend ist jedoch das Handeln. Hier ist ein einfacher Plan für Ihre wichtigen Getriebe:
• Täglich : Auf Geräusche achten, auf Wärme prüfen, auf Lecks untersuchen. (3 Minuten)
•Monatlich : Temperatur- und Schwingungsdaten notieren. Ölstand und Farbe überprüfen.
•Vierteljährlich/Jährlich : Lassen Sie eine Fachkraft (oder interne Experten) für Ausrichtungsprüfungen oder Ölanalysen hinzuziehen.
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