Fällt Ihnen auf, dass Ihre Kupplung nicht richtig auf der reduziererwelle sitzt? Wahrscheinlich treten dann Vibrationen, seltsame Geräusche oder eine deutlich beschleunigte Verschleißerscheinung an Komponenten auf. Keine Sorge – hier sind die häufigsten Ursachen und wie Sie sie einfach beheben können.
• Der Spalt ist zu groß : Die Kupplungsbohrung ist größer als die Welle, wodurch die Kupplung im Betrieb locker wird. Dies führt zu Wackeln, Klackgeräuschen sowie beschleunigtem Verschleiß sowohl an Welle als auch Kupplung.
• Sie ist viel zu eng : Die Kupplungsbohrung ist kleiner als die Welle. Das forcierende Aufpressen verbiegt die Welle oder verursacht Risse in der Kupplung – die Anlage läuft schwergängig, überhitzt und verschleißt Lager rasch.
• Schrauben lösen sich falsches Anziehen der Schrauben/Justierschrauben (oder in zufälliger Reihenfolge) führt zu Vibrationen, die sie lockern. Dies bewirkt Schlupf oder ständiges Wackeln.
• Der Schlüssel passt nicht richtig eine falsche Passung zwischen Schlüssel und Nut verursacht Probleme. Zu viel Spiel = Klackern; schlechte Nutausführung = schneller Verschleiß bzw. Schlupf des Schlüssels sowie ungleichmäßige Kraftübertragung.
• Wellenschaden während der Montage die Verwendung eines harten Werkzeugs zum Aufschlagen der Kupplung verursacht Verformungen oder Risse an der Welle. Dies führt zu Wackeln und Ausrichtungsproblemen (sehr häufig – keine Sorge, das ist uns allen schon passiert). 
• Zu großer Spalt messen Sie Wellendurchmesser und Kupplungsbohrung und beschaffen Sie eine korrekt passende Kupplung. Eine Zwischenhülse kann bei geringem Wellenverschleiß vorübergehend Abhilfe schaffen, doch der Austausch des Teils ist die eigentliche Lösung (spart später Ärger).
• Zu eng hören Sie sofort auf, Gewalt anzuwenden! Überprüfen Sie die Maße nochmals und beschaffen Sie eine Kupplung mit der richtigen Größe. Schliff an der Welle ist strengstens untersagt – dies schwächt die Welle und führt zu gravierenderen Problemen.
• Lose Schrauben strom zuerst abstellen (selbstverständlich). Alle Schrauben/Muttern in einer kreuzförmigen Reihenfolge mit einem Drehmomentschlüssel anziehen. Regelmäßig überprüfen, um Wiederholung von Problemen zu vermeiden.
• Schlechte Passform des Schlüssels verwenden Sie einen Schlüssel, der exakt zur Nut passt – keine Kompromisse. Ist die Nut beschädigt, wenden Sie sich an einen Fachmann (Sie verschlimmern das Problem nur, wenn Sie es selbst versuchen).
• Beschädigte Welle kleine Kratzer können poliert werden, aber verbogene oder gerissene Wellen müssen ausgetauscht werden (darum kommt man nicht herum). Beim nächsten Mal verwenden Sie eine weiche Kupferstange am Kupplungsflansch – schlagen Sie niemals direkt auf die Welle!
• Schalten Sie stets vor Arbeitsbeginn den Strom ab – lieber sicher als leidvoll (ich müsste das eigentlich nicht erwähnen, tue es aber trotzdem).
• Passen Sie Teile stets anhand der Kennnummern an – nicht nach Augenmaß. Bei Wellen und Kupplungen führt Schätzen niemals zum Erfolg.
• Drehen Sie die Welle nach der Montage von Hand. Sie muss sich gleichmäßig drehen – ohne Wackeln oder Engstellen. Beheben Sie alle Probleme, bevor Sie die Maschine in Betrieb nehmen (das ist deutlich einfacher, als während des Betriebs eine Störung zu beheben).
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