Wenn ein Getriebemotor normal läuft, erzeugt er ein gleichmäßiges und ruhiges Eingriffsgeräusch. Sobald ein ungewöhnliches Geräusch auftritt, deutet dies häufig darauf hin, dass bereits eine interne Komponente im Getriebemotor beschädigt ist. Die Fähigkeit, Fehler mithilfe von Geräuschen schnell zu lokalisieren, gehört zu den praktischsten Kompetenzen für Wartungspersonal vor Ort. Die drei häufigsten ungewöhnlichen Geräusche eines Getriebemotors sind Summen, Klacken und Quietschen; jedes dieser Geräusche weist auf eine andere Art von Fehler hin.
Brummen ist ein tiefes, kontinuierliches Geräusch, das dem eines Transformators ähnelt. Dieses Geräusch steht meist im Zusammenhang mit der Verzahnungsfrequenz oder mit Schwingungen der Lager. Die häufigste Ursache ist Verschleiß der Zahnräder oder Grübchenbildung auf den Zahnflanken. Wenn sich auf der Zahnfläche Grübchen oder Abplatzungen befinden, erzeugt die Zahnradverzahnung periodische Stöße, was zu einem tiefen Brummgeräusch führt, das sich bei steigender Last verstärkt. Eine weitere häufige Ursache ist ein zu großer Spielraum zwischen den Zahnflanken. Ein zu großer Spielraum führt zu Verzahnungsstößen und erzeugt ein Brummgeräusch, das insbesondere beim Richtungswechsel der Drehbewegung besonders deutlich wird. Darüber hinaus kann auch eine Beschädigung der Laufbahnen von Wälzlagern ein niederfrequentes Brummgeräusch verursachen. Prüfmethode: Zunächst prüfen, ob sich das Geräusch mit der Last ändert. Nimmt das Geräusch unter Last deutlich zu, liegt das Problem wahrscheinlich im Bereich der Zahnräder. Anschließend die Maschine stillsetzen und das Schmieröl auf metallische Partikel untersuchen. Bei Brummgeräuschen ist oft eine Demontage erforderlich, um Zahnräder oder Lager zu inspizieren.

Klicken ist ein scharfer, intermittierender Ton wie Metall, das auf Metall schlägt. Dieses Geräusch des Getriebes hängt meist mit einer Beschädigung der Zahnflächen oder mit Fremdkörpern im Inneren zusammen. Die häufigste Ursache ist Ermüdungsabplatzung an der Zahnfläche, wodurch Grübchen entstehen. Beim Eingriff stößt die Zahnkante gegen den Rand eines solchen Grübchens und erzeugt ein Klickgeräusch. Eine weitere häufige Ursache sind harte Partikel, die sich im Schmieröl befinden. Wenn diese Partikel zerkleinert werden, entsteht ein knackender Ton. Ein schwerwiegenderer Fall ist der Zahnbruch: Ein gebrochener Zahn erzeugt ein sehr deutliches, periodisches, starkes Schlaggeräusch, begleitet von heftigen Vibrationen. Bei neu installierten Getrieben kann ein leichtes Klicken durch Grate an den Zahnflächen oder durch eine falsche Montage-Spielweite verursacht sein und nach einer Einlaufphase verschwinden. Prüfmethode: Ist das Klicken regelmäßig und hat eine kurze Periode (einmal alle wenigen Umdrehungen), liegt möglicherweise ein einzelner beschädigter Zahn vor. Ist das Geräusch hingegen zufällig und unregelmäßig, so sind eher Fremdkörper die Ursache. Öffnen Sie die Inspektionsabdeckung, um die Zahnflächen zu begutachten, oder verwenden Sie ein Endoskop.
Ein Quietschen ist ein hochfrequenter, scharfer Ton wie ein Pfeifton. Dieses Geräusch steht meist im Zusammenhang mit unzureichender Schmierung oder Problemen an der Hochgeschwindigkeitswelle. Die häufigste Ursache ist unzureichendes Schmieröl oder eine zu niedrige Ölviskosität, wodurch sich zwischen Zahnrädern und Lagern kein wirksamer Ölfilm bilden kann; dies führt zu direktem Metall-auf-Metall-Kontakt und einem hochfrequenten Quietschen. Eine weitere häufige Ursache ist eine Beschädigung des Käfigs des Lagers an der Hochgeschwindigkeitswelle oder das Durchrutschen der Wälzkörper, wodurch ein scharfer Reibton entsteht. Zudem können übermäßige Profilfehler der Zahnradzähne oder eine nicht parallele Wellenausrichtung während der Montage bei der Eingriffstelle ebenfalls ein hochfrequentes Heulen verursachen. Bei Schneckengetrieben führen eine falsche Auswahl des Schmierstoffs oder ein zu niedriger Ölstand leicht zu Quietschen, da Schneckengetriebe einen hohen Anteil an Gleitreibung aufweisen. Prüfmethode: Zunächst den Ölstand und die Ölqualität überprüfen. Ist der Ölstand normal, so ist anschließend die Lager-Temperatur der Hochgeschwindigkeitswelle zu prüfen. Ein Quietschen deutet oft auf eine schwere Ölunterversorgung oder eine bevorstehende Lagerblockade hin und erfordert daher unverzügliches Abschalten.
Neben diesen drei Hauptgeräuschen gibt es besondere Fälle, die beachtet werden müssen. Ein periodisches „Klack“-Geräusch ist beispielsweise häufig auf eine lose Passfeder am Abtriebswellenende oder eine beschädigte Kupplung zurückzuführen. Ein metallisches Reibegeräusch wird meist durch eine abgenutzte Dichtung oder einen anreibenden Schutzschild verursacht – nicht durch einen internen Defekt.

Verwenden Sie einen langen Schraubendreher oder ein Stethoskop: Drücken Sie ein Ende gegen verschiedene Stellen des Getriebegehäuses und halten Sie das andere Ende nahe am Ohr, um die Geräuschquelle deutlicher zu lokalisieren. Beachten Sie zudem den Zusammenhang zwischen dem Geräusch und Last bzw. Drehzahl. Geräusche, die sich unter Last verstärken, sind meist auf Zahnrad- oder Lagerbeschädigungen zurückzuführen. Geräusche, die mit steigender Drehzahl schärfer werden, resultieren in der Regel aus Schmier- oder Reibungsproblemen.

Zusammenfassend sind ungewöhnliche Geräusche eines Getriebes „Schallsignale“ für seinen inneren Zustand. Ein Brummen deutet auf Zahnradverschleiß oder zu großes Spiel hin. Ein Klackern weist auf Abplatzungen an der Zahnflanke oder auf Fremdkörper hin. WUMA verfügt über eine speziell für Geräuschprüfungen konzipierte schallgedämpfte Kammer, die zur Geräuschprüfung von Hochgeschwindigkeitszahnrädern eingesetzt wird. Durch den Betrieb unter Hochgeschwindigkeitsbedingungen prüfen wir, ob die Geräuschpegel den Spezifikationen entsprechen, um so sicherzustellen, dass die Produkte vor Auslieferung aus der Fabrik den Qualitätsstandards genügen.
Wenn Sie weitere Informationen über Getriebe oder Reduzierer wünschen, können Sie sich gerne an einen WUMA-Ingenieur wenden. Wenn Sie weitere Informationen über Getriebe oder Reduzierer wünschen, können Sie sich gerne an einen WUMA-Ingenieur wenden.
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