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Welche Auswirkungen hat eine unzureichende oder übermäßige Schmierölmenge in einem Untersetzungsgetriebe?

Feb 08, 2026

I. Unzureichendes Schmieröl (Mangel an Schmieröl / niedriger Ölstand)

Dies ist eine schwerwiegendere und besorgniserregendere Situation, die unmittelbar zu einem schnellen Verschleiß und einer Beschädigung der Anlage führt.

Schlechte Schmierung und schneller Verschleiß:

Folgen: Zahnräder, Lager und andere bewegliche Teile können keinen vollständigen Schmierölfilm bilden, was zu direkter Trockenreibung oder Grenzreibung zwischen den metallischen Oberflächen führt.

Symptome: Deutlich erhöhtes Betriebsgeräusch und Vibrationen sowie ein starker Temperaturanstieg.

Ergebnisse: Zahnflankenspannung (Scoring), Adhäsion (Verschweißung) und Lagerausfall, was innerhalb kurzer Zeit irreversible, bleibende Schäden verursacht.

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Versagen der Wärmeableitung:

Folgen: Eine wichtige Funktion von Schmieröl ist die Ableitung der durch Reibung beim Eingriff entstehenden Wärme. Ein zu niedriger Ölstand reduziert die zirkulationsbedingte Wärmeabfuhrkapazität drastisch.

Symptome: Das Gehäuse des Untersetzungsgetriebes wird ungewöhnlich heiß und übersteigt damit deutlich die normale Betriebstemperatur (normalerweise sollte der Temperaturanstieg 40 oder die Öltemperatur 85 ).

Folgen: Beschleunigte Oxidation und Alterung des Schmieröls mit Verlust seiner Schmiereigenschaften; gleichzeitig führen hohe Temperaturen zur Glühung metallischer Werkstoffe und damit zu einer Verringerung ihrer Festigkeit.

Rost- und Grübchenbildung:

Folgen: Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft kondensiert im Inneren oder Feuchtigkeit dringt von außen ein und kann durch einen unzureichenden Ölfilm nicht wirksam abgeschirmt werden.

Folge: Auf Zahnrad- und Lageroberflächen bildet sich Rost. Bei schwer belasteten Zahnrädern kann ein unzureichender Ölfilm unter Kontaktspannung zudem Ermüdungsgrübchen verursachen, die sich als kleine, pockennarbige Vertiefungen zeigen.

Ausfall der Reinigungsfunktion: Ein unzureichender Ölstand transportiert metallische Partikel, die durch Verschleiß entstehen, zur Filteroberfläche oder zum Boden des Ölsumps, wo sie sich absetzen; dies führt zu beschleunigtem abrasivem Verschleiß und einem Teufelskreis.

Kurz gesagt: Betrieb mit unzureichendem Öl ist für das Getriebe wie ein „akuter Myokardinfarkt“ und führt rasch zum Ausfall zentraler Komponenten.

II. Zu viel Schmieröl (hoher Ölstand)

Rührverluste und Temperaturerhöhung:

Folgen: Rotierende Teile wie Zahnräder oder Lager sind übermäßig im Ölsump eingetaucht und erzeugen erheblichen Rührwiderstand.

Symptome: Erhöhter Motorstrom und erhöhter Energieverbrauch; die zusätzliche Arbeit wird in Wärme umgewandelt, was zu einer abnormal hohen Öltemperatur führt.

Ergebnis: Verminderte Effizienz, die zudem die Oxidation des Öls beschleunigt.

Druckaufbau und Ölleckage:

Folgen: Zu viel Öl füllt den inneren Raum aus und verursacht während des Getriebebetriebs heftige Durchmischung von Öl und Luft, wodurch der Druck im Getriebe deutlich ansteigt.

Phänomen: Dies ist eine der häufigsten Ursachen für Ölaustritte. Der hohe Druck presst das Schmieröl an den schwächsten Stellen – wie Öldichtungen, Fügeflächen und Entlüftungskappen – heraus, was zu Durchtritt und Tropfenbildung führt, die Umwelt verschmutzt und Öl verschwendet.

Ergebnis: Dichtungen, die über längere Zeit hohem Druck ausgesetzt sind, altern schneller und versagen früher.

Schaumbildung und Schmierstoffversagen:

Folgen: Starke Rührbewegung führt große Luftmengen in das Öl ein und erzeugt Schaum.

Ergebnis: Schaum weist eine äußerst schlechte Schmierfähigkeit und Wärmeleitfähigkeit auf, was zu weiterem Schmierstoffversagen führt und bei Zwangsschmiersystemen möglicherweise zu einer Luftsperre in der Ölpumpe führen kann.

Erhöhte Belastung der Dichtungen: Ein zu hoher statischer Druck kann die Lippe der Öldichtung am Wellenüberstand verformen, wodurch die Dichtwirkung beeinträchtigt wird und langfristig leicht zu Ölaustritten führen kann.

Kurz gesagt: Zu viel Öl einzufüllen ist vergleichbar mit „Bluthochdruck“ – es führt zu Überhitzung, erhöhtem Energieverbrauch, Ölaustritten und schädigt indirekt die Schmierung.

Richtige Vorgehensweisen und Goldene Regeln

Normen einhalten: Befolgen Sie strikt die Angaben zum Öltyp und zum Ölstand in der Produktanleitung oder auf dem Typenschild des Getriebes.

Ölstandsanzeige / Peilstab beachten: Die meisten Getriebe sind mit einer Ölstandsanzeige (Sichtglas) oder einem Peilstab ausgestattet. Bei stillstehender Maschine sollte der Ölstand zwischen einem Drittel und zwei Dritteln der Höhe des Sichtglases liegen (üblicherweise durch Skalierung markiert); bei Getrieben mit Peilstab sollte der Ölstand zwischen der oberen und unteren Grenzmarkierung liegen.

Betriebsbedingungen berücksichtigen:

Horizontale Montage: Öl bis zur Mitte des Sichtglases auffüllen.

Geneigte Montage: Wenden Sie sich an den Hersteller; ggf. ist eine spezielle Beurteilung des Ölstands erforderlich.

Regelmäßige Inspektion: Führen Sie Ölstandskontrollen im Rahmen Ihrer täglichen oder periodischen Wartungsarbeiten durch und treffen Sie eine umfassende Beurteilung auf Grundlage der Ölfarbe sowie von Verunreinigungen.

Kernaussage: Mehr Schmieröl ist für Getriebe nicht unbedingt besser. Eine präzise Ölstandskontrolle ist die Grundlage für zuverlässigen Betrieb, lange Lebensdauer und hohe Effizienz. Achten Sie bei der Wartung genauso auf das Ölstandsfenster des Getriebes wie auf den Ölmessstab Ihres Fahrzeugs.

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